Der Landratskandidat von SPD, Grünen und Linken, Dennis Kocker (9. v. l.), stellte sich dem Oelder Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in der Gaststätte Waldeslust vor.

Der Landratskandidat von SPD, Grünen und Linken, Dennis Kocker (9. v. l.), stellte sich dem Oelder Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in der Gaststätte Waldeslust vor.

Landratskandidat Dennis Kocker überzeugt Oelder Grüne

Den zusammengeklappten E-Roller unterm Arm kam Dennis Kocker schwungvoll in den Saal der Stromberger Gaststätte Waldeslust. Es sollte ein Heimspiel für den seit knapp einem Jahr in dem größten Oelder Ortsteil wohnenden Rechtsanwalt werden. Als Kandidat von SPD, den Grünen und der Linken für die Landratswahl nahm der 40-jährige Sozialdemokrat kein Blatt vor den Mund und stand dem Oelder Ortsverband von Bündnis 90/ Die Grünen rund eine Stunde Rede und Antwort.

Ob Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) – für ihn eine „Daseinsvorsorge“ -, öffentlich geförderter Wohnraum oder Ehrenamtsförderung im Kreis, im Schnelldurchlauf zeigte Kocker auf, wo seiner Meinung nach der Kreis schlecht dasteht. Gleichzeitig zeigte er aber auch Wege, die zielführend sein könnten. Ein 365-Euro-Jahresticket für den ÖPNV im Kreis und mögliche Gedankenspiele einer Kreiswohnbaugesellschaft waren Punkte, die er nannte.

Keinesfalls konfliktscheu schaltete der nach eigenen Worten „Sozialdemokrat aus Leidenschaft“ auf Attacke. „Das ist nicht der Kreis von Dr. Gericke und nicht der Kreis von CDU und FDP“, warb er für Veränderungen. Bedauerlich finde er es, dass es aufgrund der Pandemie keine Möglichkeit der direkten Auseinandersetzung der beiden Kandidaten gebe. Zudem werde die Landratswahl von vielen Menschen gar nicht richtig wahrgenommen. Da spielten die Bürgermeisterwahlen in den Kommunen eine größere Rolle.

Sein Wunsch, dass das bloße Verwalten, ohne die verschiedenen Bereiche im Kreis voranzubringen, ein Ende habe müsse, fand viel Zustimmung beim Ortsverband der Grünen. Dieser war sich einig, dass Dennis Kocker eine gute Wahl ist, um frischen Wind in die Kreisverwaltung zu bringen.

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