Alter Wein in neuen Schläuchen: FDP und Klimaschutz passen nicht zusammen!

Die Liberalen haben sich ein neues Image gegeben und die „neue“ FDP zeigt ein neues Gesicht: Den Werbeprofi Christian Linder als „Rocket man“ der alle Probleme im Alleingang löst. Herr Lindner soll die alte Politik der FDP in ein neues Mäntelchen stecken und mit der Strahlkraft einer Werbeikone neues Profil zeigen. Erst in NRW und 4 Monate später in Berlin zur Bundestagswahl. Hat sich was geändert am Inhalt? Leider nicht erkennbar. Das ist insbesondere beim Klimaschutz schade! Nach außen ein Bekenntnis zum Klimaschutz und nach innen alte Weisheiten: Weg mit dem EEG und mehr Markt. Wer sich aktiv für den Klimaschutz einsetzt gehört pauschal einer Klimareligion an. Das EEG gehört als Steuerungselement abgeschafft, da es sich ja um es religiös auszudrücken um modernen Ablasshandel handelt – siehe FDP-Pressemitteilung in der Glocke vom 7. April. Besser kann Donald Trump das auch nicht twittern.

Dass der Klimawandel durch den Menschen mehr als stark beeinflusst wird, bezweifelt heute kein seriöser Wissenschaftler. Daran ändern auch neue Rechenmodelle des IPCC nichts. Fakt ist numal, dass wir das fossile Zeitalter schnellstens hinter uns lassen müssen. Die Pläne zum Ausstieg liegen vor: Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 ist ein globaler Vertrag. Die Notwendigkeit und Dringlichkeit zu Handeln ist nicht strittig. Für Oelde wurden die Ziele ebenfalls gesetzt: 17% weniger CO2 Emissionen bis 2020 (25% Reduzierung sagt der Plan für NRW im Konsens mit den Zielen des Bundes).

Die globalen, nationalen und natürlich die kommunalen Ziele stehen schön säuberlich in den Klimaschutzplänen. Hat man sich in der FDP mit den konkreten Inhalten beschäftigt? Wohl kaum. Denn mit der Abschaffung des EEG wird kein Gramm CO2 eingespart und mit hanebüchenen Verunglimpfungen (Ideologen, Klimareligion…) erst recht nicht. Die Zeit läuft uns davon! In Oelde, in NRW und global.

So wollen übrigens die Grünen das Thema im Kernland NRW anpacken:

Bis zum Jahr 2030 kann die Hälfte des Stromverbrauchs in NRW aus Windkraft, Solarenergie und Co. gedeckt werden. Die Förderung von Windparks in Bürgerhand und Solaranlagen auf Eigenheimen und Betriebsgebäuden sind wichtige Bausteine. So profitieren alle Bürger von der Energiewende – und nicht die großen Energiekonzerne. Neben Windkraft und Solarenergie setzen wir auf mehr Kraft-Wärme-Kopplung, energetische Gebäudesanierung, intelligente Stromnetze und Energieeffizienz – Technologien, die nicht nur das Klima schützen, sondern auch zukunftsfeste Arbeitsplätze bieten. Das darf sehr wohl als eine große Chance gesehen werden, unsere Wirtschaft neu aufzustellen – mit Arbeitsplätzen, die zukunftssicher sind und dem Standort NRW neue Möglichkeiten zu eröffnen. Parallel zum zweiten großen Meilenstein der Zukunft: Der Digitalisierung.

 

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