Plötzlich Ernstfall!

#StandWithUkraine

Der brutale und durch nichts zu rechtfertigende Überfall von Putins Truppen auf den souveränen Staat der Ukraine, bringt unsere Weltordnung ins Wanken. Tausende Menschen sterben. Tod und Verwüstung eines europäischen Landes lassen niemanden teilnahmslos zusehen. Stark ist die weltweite Solidarität mit den Ukrainern und Ukrainerinnen. Auch wir in Oelde sind zutiefst getroffen von dieser beispiellosen Spirale der Gewalt. Bündnis 90/ Die Grünen werden sich in den kommenden Wochen weiterhin vor Ort engagieren bei den Mahnwachen und da wo möglich Hilfen vor Ort zu organisieren. Die erste Mahnwache am vergangenen Sonntag zeigte, wie nahe es vielen Oeldern geht, diese kriegerische Auseinandersetzung direkt vor der Haustür zu haben. Der Aggressor steht klar fest, so dass die Kernaussage aller Teilnehmer eindeutig ausfiel: Stoppt Putin! Die nächste Mahnwache in Oelde ist für Sonntag, den 6 März geplant. Wer konkret mithelfen möchte, sollte sich über die eigens eingerichtete Website der Stadt informieren: https://www.oelde.de/de/ukraine-hilfe/.

Wie geht es aber weiter? Putins Ankündigung die Atomstreitkräfte seines Landes in Alarmbereitschaft zu versetzen, lässt nichts Gutes hoffen. Wie schnell der Funke der Eskalation sich ausbreiten kann, ist wohlbekannt. Aus diesem Grunde befürworten wir die von der Bundesregierung und den Verbündeten in Kraft gesetzten scharfen Sanktionen gegen Russland ausdrücklich. Auch die Anstrengungen die Bundeswehr im Rahmen der NATO Aufgaben stärker und effizienter zu machen findet unsere Unterstützung. Ein Paradigmenwechsel, gerade auch aus Grüner Sicht. Das wichtigste Thema aber ist der radikale und schnelle Umbau des Energiesektors. Hier kommen zwei Strömungen zusammen: Die fossilen Energien befeuern die Klimakrise und gleichzeitig spült unsere fossile Abhängigkeit von Russland viel Geld in Putins Kriegskasse. Derzeit diskutierte Hirngespinste, den Kohleausstieg zu verlängern und die Atomkraft wiederzubeleben sollten schnellstmöglich auf die fossile Müllhalde gelegt werden, da maximal kontraproduktiv. Der auch diese Woche veröffentlichte „Sixth Assessment Report“ des IPCC zeigt die extrem bedrohliche Lage unseres Planeten. Nachzulesen hier: https://www.ipcc.ch/report/sixth-assessment-report-working-group-ii/ . Unser Zeitfenster die Unumkehrbarkeit des Klimas aufzuhalten, schmilzt dramatisch. Bezogen auf die aktuelle Bedrohung des Weltfriedens gilt jetzt: Massiver Ausbau der Regenerativen ist die einzige kurzfristig verfügbare Maßnahme. Und das ist auch der Antrieb für uns hier vor Ort: Solar und Wind, wo immer möglich. Wie Finanzminister Lindner in der Sonderdebatte des Bundestages konstatierte: „Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien“. Für uns Grüne seit langem klar: Die Energieabhängigkeit speziell von Russland war einer der großen Fehler der Vergangenheit. Bei all dem menschlichen Leid, was durch die russische Aggression derzeit ausgeht, ist es auch eine Erkenntnis dieser Tage: Putin eint die westliche Welt in einem nicht gekannten Ausmaß und bringt ungewollt Bewegung in den Ausbau regenerativer Energien.

Zurzeit stehen wir zuvorderst aber hinter den Menschen der Ukraine. Alle die mit ihren Gedanken ebenfalls nicht allein sein möchten und ihren Unmut über den Krieg in der Ukraine zum Ausdruck bringen möchten, sind eingeladen an der Mahnwache nächsten Sonntag teilzunehmen.

Mahnwache in Oelde