Windräder

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Planungen für Letter Bürgerwindpark in der Warteschleife…

Windenergie ist einer der Schlüssel für den Erfolg der eingeleiteten Energiewende. Darin sind sind sich alle Fachleute einig. Technologische Fortschritte haben Windmühlen heute in die Lage versetzt, einen wesentlichen Beitrag zur Primärenergieversorgung zu leisten. Windstrom ist klimaneutral, wettbewerbsfähig und schafft Arbeitsplätze. Eine zuverlässige Stromversorgung benötigt enormes Engagement auf vielen Gebieten.
Auf die kommunale Oelder Ebene heruntergebrochen, hat ein Gutachten lediglich drei Suchräume für Windparks auf Oelder Gebiet aufgezeigt. Genehemigungsfähig sind Windparks mit mindestens drei Anlagen. Die Vorstellung der Gutachten im vergangenen Jahr hatte zur Folge, dass sich die Flächenbesitzer der Suchräume zusammenfanden, um die Idee eines Bürgerwindparks zu realisieren. Grundlage für die Genehmigung von Windparks ist die Erlangung eines positiven Umweltgutachtens! Das ist auch gut so, da nur so der Naturschutz gewährleistet ist. Dieses Gutachten haben die potentiellen Betreiber auf eigene Rechnung für mehrere zehntausend Euro in Auftrag gegeben. Mit vollem eigenem Risiko. In Wadersloh wurde gerade ein Windparkprojekt gestoppt, aufgrund eines negativen Gutachtens.
Erst nach Vorlage des Gutachtens, können konkrete Planungen erfolgen. Das betrifft auch die Höhe von Windrädern. Die Letter Planer gehen heute von ca. 140 Metern Nabenhöhe aus. Ob auch diese Höhe überhaupt machbar ist, zeigt sich erst in der konkreten Planungsphase. Bis das Gutachten vorliegt, fließt noch viel Wasser durch den Axtbach. Der Letter Gegenwind bläst zwar heute schon zur Attacke und appelliert an die Grundängste der Letter, macht dieses aber sehr verfrüht. Konkret: Es macht doch Sinn erstmal abzuwarten, was da konkret geplant ist: 140 Meter Nabenhöhe oder doch nur 100 Meter?
Ängste mit dem Thema Infraschall zu schüren oder dramatische Wertverluste von Wohneigentum bis zu 30% zu prognostizieren ist zum heutigen Zeitpunkt Panikmache. Das Thema Infraschall kann man auch ganz seriös angehen. Das Bayrische Landesamt für Umwelt und auch die Landeanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg haben mit ihren Gutachten nicht nur Stellung bezogen, sondern sind heute offizielle (auch rechtliche) Grundlage in der Bundesrepublik. Gerade die Grünen stehen möglichen Gesundheitsgefährdungen immer kritisch gegenüber. Das ist bei der Gentechnik oder beim Fracking und anderen Themen der Fall, wo es offensichlich ein hohes Gefährdungspotential gibt. Das Thema Infraschall ist definitiv auch ein langfristig zu beobachtendes Thema. Wir möchten das nicht verharmlosen. Die heute vorliegenden Daten und Fakten zeigen allerdings ein zu vernachlässigendes Risiko auf. Infraschall Emissionen beim Autofahren zum Beispiel liegen laut Gutachten des Landesumweltamts Baden-Württemberg (LUBW) rund doppelt so hoch wie bei Windkraftanlagen. Niemand fordert allerdings aus diesem Grund, das Auto fahren einzustellen.
Was den Naturschutz angeht, haben die Grünen eine klare Meinung: Schützenswerte Natur vor wirtschaftlichen Interessen! Deshalb hat für uns das Ergebnis des Umweltgutachtends in Lette natürlich bindende Wirkung. Bei einem positiven Gutachten allerdings, werden sich die Grünen für die Entstehung eines Bürgerwindparks einsetzen. Die Vorteile eines Bürgerwindparks liegen auf der Hand: Alle Flächeneigner, Anwohner und ortsnahe Bürger werden als Anteilseigner profitieren. Eine Gesellschaft auf breiten Schultern löst aufkommende Probleme basisdemokratisch und effektiv. Eine wirkliche Alternative zu Projektierern, die nur darauf warten, mit ihrem Kapital in mögliche Planungen einzusteigen. Dann ist Mitsprache nicht möglich und nur der Profit zählt.
Es wäre schade, wenn wir in Oelde nicht in der Lage wären eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten zugute kommt und am Ende auch einen signifikanten Beitrag zur notwendigen Energiewende leistet. Jetzt bleibt es erst mal abzuwarten wie das Umweltgutachten ausfällt. Bis dahin bleibt auch noch genügend Zeit zum gemeinsachftlichen Gespräch. Die Oelder Grünen werden am 3. September ein weiteres Forum bieten, und mit dem grünen Naturschutzexperten Norwich Rüße, MdL, zu diskutieren. Ort und Beginn werden noch mitgeteilt.

Die Studie zu Auswirkungen des Infraschalls von Windkraftanlagen des Bayerischen Landesamts für Umweltschutz finden Sie unter diesem Link.

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