Parkbad

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Grüne werben für Weiterentwicklung des Park-Konzeptes

Die Diskussionen der letzten Tage veranlassen uns heute nochmals unsere Position zum Thema Vier-Jahreszeitenpark zusammenzufassen und für eine Weiterführung  und Weiterentwicklung des bestehenden Konzeptes zu werben.

Wir wollen, dass der Vier-Jahreszeitenpark als besonderes Angebot bestehen bleibt. Bündnis 90/Die Grünen stehen für die grundsätzliche Erhaltung des bestehenden Konzeptes zur nachhaltigen Sicherung seiner Attraktivität. Nach Prüfung aller möglichen Finanzierungskonzepte hat sich erwiesen, dass die derzeitige Konzeption die bestmögliche Finanzierung darstellt. Wir werden diese Konzeption dennoch weiter kritisch begleiten. Wie wir das auch in den  vergangenen 13 Jahren getan haben! Der Park ist als Attraktivitätsmerkmal für Oelde als wichtiger Standortfaktor einzustufen mit einer Strahlkraft weit über die Region hinaus. Auch befürworten wir die bisherige Eintrittsregelung mit kombinierter Park- und Freibadkarte. Durch diese Regelung kann Oelde Eintrittspreise für das Freibad anbieten, die sozialverträglich sind und das Freibad im Sommer zu einem Treffpunkt quer durch die Oelder Bevölkerung machen. Gleichzeitig wird ein Park angeboten, dessen Qualität und insbesondere Kinderfreundlichkeit in der gesamten Region einmalig ist. Den Argumenten, ein wichtiger Grund für die Bewirtschaftung des Parkes seien Vandalen, schließen wir uns nicht an! Probleme mit Vandalismus wollen wir stattdessen in ihren Ursachen bekämpfen und nicht nur die Symptome verdrängen. Zur Ursachenbekämpfung gehört ein soziales Netz, durch das niemand fällt, sowie attraktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Oelde, insbesondere für Kinder- und Jugendliche.

Besucherinnen im Park

Besucherinnen im Park

Die Situation des Vier-Jahreszeiten-Parks lässt sich nicht mit Diskussionen um Freiflächen in Großstädten, wie beispielsweise dem Berliner Tempelhofer Feld vergleichen. Oelde ist reich an Parks, Gärten und Natur. Hier sind insbesondere das Gasbachtal, die Aue, das Geisterholz oder die freien Gärten in der Brede zu nennen. An all diesen Orten spielt sich ein Teil des Lebens in Oelde ab. Insbesondere bei den sehr zentralen Flächen in der Brede wollen wir jedoch prüfen, inwiefern eine zusätzliche Attraktivitätssteigerung möglich ist. Dabei wollen wir die aktuelle Konzeptionierung der Gärten grundsätzlich diskutieren. Besonders wünschenswert wäre eine intensivere Nutzung durch verschiedene Vereine. Wir sehen einen kostenfreien Stadtpark und den bewirtschafteten Vier-Jahreszeiten-Park daher nicht als Gegensätze, sondern als voneinander profitierende Projekte an.

Bürgerbefragung?
Wir sagen deutlich „Ja!“ zu verbindlichen Bürgerentscheiden. Der in Oelde diskutierten Variante einer unverbindlichen Bürgerbefragung haben wir jedoch bewusst nicht zugestimmt. Eine solche Befragung wäre in unseren Augen eine politische Befriedungsstrategie ohne tatsächliche Konsequenzen gewesen. Die Ratsmehrheiten zu der Fragestellung, ob der Vier-Jahreszeiten-Park zukünftig ohne Eintritt zugänglich sein soll, waren klar. An diesen Mehrheiten hätte auch eine Befragung nichts geändert. Zudem wären auch nach einer solchen Befragung alle Ratsmitglieder weiterhin frei und persönlich verantwortlich für ihre Entscheidung gewesen. Sollen sich die Ratsmitglieder in einem solchen Fall noch ihrer politischen Gesamtvorstellung, mit der sie sich bei den Kommunalwahlen zur Wahl gestellt haben, verpflichtet fühlen, oder überwiegt das Votum der Bürgerbefragung mit allen ihren finanzpolitischen Konsequenzen auf andere Bereiche? Die Grüne Fraktion hat sich aus diesen Erwägungen entschieden, der Befragung nicht zuzustimmen und somit auch verhindert, dass mit der Bürgerbefragung falsche Hoffnungen geweckt werden. Zu dieser ehrlichen Entscheidung stehen wir. Sollte es möglich werden, einen verbindlichen Bürgerentscheid zu dieser Fragestellung durchzuführen, befürworten wir diesen ausdrücklich!
Die Kommunalwahl bietet am 25. Mai den direkten Einfluss auf die künftige Ausrichtung des Parks: Die Oelder Parteien bieten von Öffnung und Wiederherstellung des Stadtparkgedankens (SPD) über kuriose Einlassgestaltungen (FWG, FDP,OZO) bis Beibehaltung (Grüne, CDU) alles an.
Die Grünen zeigen sich mit ihrer Haltung den Wählern und Wählerinnen  gegenüber verlässlich und den Finanzen gegenüber verantwortlich.

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