Weiden am Benningloh

Weiden am Benningloh

Baugebiet Benningloh II: Zu kurz gesprungen!

Die Diskussion um das Baugebiet Benningloh II scheint erst einmal vorüber zu sein. Mit Ausnahme der Grünen haben sich alle Fraktionen für dieses Gebiet ausgesprochen. Aus grüner Sicht zu kurz gedacht! Befriedigt werden die aktuellen Wünsche nach schneller Verfügbarkeit von attraktivem Bauland. Mehr aber auch nicht.

Die grundsätzliche Frage hinsichtlich langfristiger Entwicklungen im Stadtgebiet und auch die klimapolitisch notwendige Langfrist Ausrichtung sind nicht hinreichend berücksichtigt.  Grundsätzlich gilt: Boden ist kein vermehrbares Schutzgut. Der Verlust wertvoller Acker- und Weideflächen durch Bebauung und Versiegelung ist nicht umkehrbar. Die Erhaltung der natürlichen Filter-, Puffer- und Lebensraumfunktionen von landwirtschaftlich und forstlich genutzten Böden ist jedoch von besonderer Bedeutung, um nachteilige Auswirkungen auf das Grundwasser, die Pflanzen, die Luft, das Klima und den Boden selbst zu verhindern. Der Flächenverbrauch ist mit 63 Hektar Freifläche pro Tag immer noch nahezu ungebremst. Die Grünen stehen dem notwendigen 5 ha / Tag Ziel positiv gegenüber.

Was hat das mit Oelde und Benningloh II zu tun?

Zunächst ist da die nur mit einem sehr großen technischem Aufwand zu bewältigende Entwässerung ein Thema. Ökologisch fragwürdig. Und für künftige Bauherren eine finanzielle Belastung durch den technischen Mehraufwand, der durch die Käufer zu tragen sein wird. Zum anderen ist die Überprüfung alternativer – kleinerer – Gebiete nicht abgeschlossen. Bedingt durch den demographischen Wandel ändern sich die Besitzverhältnisse in den alten Wohngebieten. Auch Leerstand wird künftig ein bedeutsameres Thema sein. Baulücken, Industriebrachen und eine Ausrichtung der Stadt in Richtung in die östliche Richtung (Feuerwehr, Gesamtschule, neue Arbeitsplätze Richtung Aurea…) sind nicht ausreichend berücksichtigt. Dennoch werden jetzt hastig unumkehrbare Fakten geschaffen.

Aus grüner Sicht ist es dringend erforderlich die Gesamtsituation nochmals unter den genannten Aspekten zu betrachten und Alternativen aufzuzeigen.

Veränderung der Flächennutzungen in NRW von 1996 bis 2015

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