Sensible Angelegenheit: Umgestaltung des Marktplatzes Oelde

Eigentlich ist seit dem Ratsbeschluss vom 27. 11.2017 eine klare demokratische Entscheidung gefallen: Im Rahmen des Masterplans Innenstadt wird auch der Marktplatz umgestaltet. Jetzt nun die neue Wendung: Der Umbau des Marktplatzes kann nicht wie geplant durchgeführt werden, da bedingt durch ein Bürgerbegehren die Meinung in Oelde neu abgefragt werden muss.
Aber noch mal kurz zurück zur eigentlichen Debatte: Die Umgestaltung des seit den 80iger Jahren nicht veränderten Kerns unserer Innenstadt soll die Attraktivität Oeldes insgesamt signifikant erhöhen. Der Marktplatz ist das „Wohnzimmer Oeldes“ und der Umbau soll dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität zu steigern und die Innenstadt insgesamt lebendiger zu machen. Seit 2014 ist mit viel Bürgerbeteiligung am Masterplan gearbeitet worden. Bündnis 90 / Die Grünen haben dieser Umgestaltung zugestimmt und stehen auch hinter dieser getroffenen Entscheidung. Neue Erkenntnisse haben sich ebenfalls in den vergangenen Wochen nicht ergeben. Ein überzeugendes Argument den Umbau jetzt durchzuführen war das Ergebnis des „Dieker“ Gutachtens, welches partielle Eingriffe in die Oberflächenstruktur des Marktplatzes als nicht sinnvoll erklärt: Die Pflasterfläche würde seine Tragfähigkeit vollends verlieren. Selbst der Laie erkennt schnell, dass bereits viele marode Stellen vorhanden sind. Das Einbringen sinnvoller Technik in die vorhandene Struktur ist nicht „folgenlos“ möglich. Eine Förderquote von 50% im Rahmen des Masterplan Konzeptes war ein zusätzliches Argument schnell zu starten, angesichts der Tatsache, dass sich Maßnahmen an der Oberflächenstruktur des Pflasters in naher Zukunft nicht vermeiden lassen. Unter diesen Umständen hielten Bündnis 90 / Die Grünen auch die Argumente der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Umgestaltung des Marktplatzes für nicht zielführend. Für uns Grüne heißt es nun weiter für den Umbau des Marktplatzes zu einem attraktiven „Wohnzimmer“ zu werben und den kommenden Prozess unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu begleiten.

Es gibt viel zu besprechen…

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